19 – Licht und Schatten

Montag, den 3.10.2011
(von Horst-G. Lippold)

ein fleißiger Helfer

Am Montag, dem 3.10.2011 haben wir nicht den Tag der deutschen Einheit gefeiert, sondern sind wie immer früh aufgebrochen, um nach den üblichen Einkäufen von Baumaterialien im Cafe´ weiterarbeiten zu können. Mit an Bord war sogar ein Sanitärspezialist, den Herr Chantol beim Sanitär-Baustoffhändler aufgetan hatte.

Bald waren alle wieder am werken und wir Deutschen haben uns allmählich gewundert, warum jeder Handgriff erst ausgiebig diskutiert werden musste und entsprechend quälend langsam voranging.

Am Nachmittag kam mit einem reichlich abenteuerlichen LKW-Torso die erste Lieferung Sand und Kies für den Kompostplatz.

Da wir schon beim Verteilen der Mülltonnen festgestellt hatten, dass das Ausleeren der Mülltonnen in den Müllkarren ökonomischer ist als der Transport voller Tonnen, haben wir den Müllkarren wieder zu einem Metallbauer in Dom Dek gefahren, um geschlossene höhere Seitenwände und eine Heckklappe montieren zu lassen. Damit müssten nach unseren Schätzungen der Inhalt von 20 – 30 Tonnen zu transportieren sein.

Am Spätnachmittag haben wir dann erstmals den Wassertank mittels der Motorpumpe teilweise befüllt, um einen Dichtigkeitstest der Zu- und Abwasserleitungen vornehmen zu können. Abgesehen von der Tatsache, dass der Helfer oben am Wassertank beim Hantieren mit dem Pumpenschlauch nicht nur den Tank,sondern auch das Café´ ausgiebig wässerte, zeigte der Dichtigkeitstest, dass viele der geklebten Verbindungen und quasi alle Abwasseranschlüsse undicht waren. Das war dann doch ein reichlich ernüchterndes Tagesergebnis der Bauarbeiten.

Außerdem hatte Herr Chantol zwischenzeitlich erfahren, dass von den drei für Travkhit projektierten Brunnen nach 5 (!) Bohrungen bis 25 m Tiefe nur einer funktionieren würde.

Diesen Tag retten konnte nur noch der Abend und zumindestens die Garküchen und Getränkeversorgung in Siem Reap funktionieren nachweislich perfekt.

In dem Sinne: morgen wird alles besser
Horst-G. LIppold

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