32 – Endlich, ….die Arbeit beginnt

Liebe Köln hilf Kambodscha Freunde,

…. endlich kann es los gehen. Nachdem wir uns gestern die Lage und einen Überblick vor Ort verschafft haben starteten wir heute morgen voller Vorfreude in unseren ersten Arbeitstag. Acht Uhr Abfahrt vom Sumadevi Hotel in Siem Reap mit unserem Mini Van welcher Hr. Chanthol uns für die ganze Woche organisiert hat in Rtg. Preksromot. Im Vordergrund stand den Sicherheitsstandard des Cafe Colonia zu verbessern um somit unseren Gästen ein Sicheres Gefühl und einen schönen Aufenthalt zu garantieren. Somit mussten unserer Meinung 3 faule Stützpfeiler ausgetauscht und ein zusätzlicher Pfeiler im vorderen Terrassenbereich installiert und der komplette Boden samt Unterkonstruktion im Terrassenbereich ausgetauscht werden. Nach einigen Überlegungen wollten wir mit vorbetonierten Stützpfeilern ein Standhaftes Fundament schaffen, indem wir die Pfeiler ca. 80 cm im Boden einbringen und im Anschluss die neuen Holzpfeiler darauf installierten, um die Unterkonstruktion des Cafe´s verstärken. Nach ca. 20 Minütiger Fahrt machten wir somit unseren ersten Halt an einer kleinen „Raiffeisenkasse“ bzw. einem Baustoffhändler um die vorbetonierten Stützpfeiler zu organisieren.

Im Kofferraum verstaut machten wir uns zügig weiter auf den Weg. Einen zusätzlichen kurzen Zwischenstop in Dom Deik nutzten wir um sonstiges Kleinmaterial (Nägel, Wasserpumpenzange etc. ) zu besorgen. Nach einer Lagebesprechung und Arbeitseinteilung um 09:45 Uhr konnten wir voller Motivation mit der Arbeit vor Ort beginnen. Thomas S. und Karl Heinz bewaffneten sich direkt mit einem Nageleisen und entfernten einige Bretter im Eingangsbereich. Michael und Hr. Chanthol fuhren mit unserem Roller die an diesem Tag angerückte Bohrfirma besuchen um die aktuelle Lage für den nächsten Brunnen am anderen Ende von Preskromot zu checken. Anschließend machte er sich auf ein neues Loch zu buddeln um darin einen zusätzlichen Pfeiler zu versenken.
Marlene beschäftigte sich mit einem Dutzend Kids die trotz gefährlichen Zugang zum Cafe nur so zu uns strömten. Am ersten Tag war uns aufgefallen das der Tiefbrunnen am Cafe welcher übrigens über eine sehr gute Wasserqualität verfügt nur genutzt wird bzw. genutzt werden kann, wenn das Cafe in Betrieb ist.
Da in der Nebensaison keine Touristen durch Preksromot kommen erschien es uns zwingend erforderlich den Anwohnern einen Zugang zur Wasserstelle zu verschaffen. Die erste Idee unsererseits war es, einen zusätzlichen Abzweig aus dem 1000 Liter Edelstahlbehälter im Cafe in den Außenbereich zu verlegen das die Dorfbewohner auch Zugang zu frischen Wasser haben wenn das Cafe nicht in Betrieb ist. Die weitere Planung diesbezüglich sollte sich aber aus verschiedenen Gründen später anders gestalten. Zurück zu unserem Vorhaben für den heutigen Tag. Da die Organisation von Baumaterial aller Art in Kambodscha ca. gefühlt das 10 fache an Zeit erfordert als bei uns mussten erst einmal neue Kanthölzer und Bretter organisiert werden.

Wir entschieden uns in der Zwischenzeit schon einmal den 8 Meter langen Stützpfeiler aus der Dorfmitte bis zum Cafe zu schaffen. Dieses Vorhaben sollte zu einem ziemlich spannenden Erlebnis werden J So machten Karl Heinz, Michael, Thomas und Ich noch frisch gestärkt vom reichhaltigen Frühstück im Hotel uns voller Motivation auf den 8m langen „Zahnstocher“ zum Cafe zu schaffen. Da der Stützpfeiler bei einem Dorfbewohner hinter dem Haus und somit auch im unteren Bereich des Dammes lag mussten wir uns erst einmal überlegen wie wir diesen auf Straßenniveau bringen konnten. Michaels Vorschlag legt mir den mal eben auf die Schulter und dann tragen wir den gemeinsam nach oben war schnell zu nichte…… Diese Stützpfeiler sind auch wenn Sie nicht danach aussehen aus sehr sehr harten und schweren Holz und ca. 450-500 kg schwer.
Nicht umsonst bewegen die Kambodschaner einen solchen Stamm mit ca. 14 Männern. Daher staunten auch die Dorfbewohner nicht schlecht als wir nach kurzen Überlegungen und einer super Idee von Karl Heinz auf einmal zu viert mit dem Stützpfeiler den Damm hinauf sprinteten. Die ca. 1000 Meter bis zum Cafe wurden jedoch mit Hilfe unseres Vans und einer alten Holzkarre bewältigt.

Nun war es an der Zeit den alten Stützpfeiler erst einmal zu demontieren. Hierzu mussten sämtliche Verstrebungen gelöst und der Mast in kreisenden Bewegungen vom Erdreich befreit werden bis wir diesen mit unserer ganzen Manneskraft herausheben konnten. Da der alte Stützpfeiler einen wesentlich dünneren Durchmesser hatte als der neue musste das Standloch noch etwas erweitert werden.


Den neuen Stützpfeiler nach unten geschafft bedurfte es der größten Herausforderung an diesem Tag. Nach einigen hin und her hatten wir es aber geschafft den neuen recht stabilen Stützpfeiler zu setzen.

Im Anschluss daran haben wir in einem die Gelegenheit genutzt den Boden welcher in diesem Bereich ziemlich schief war um ca. 8-10 cm anzugleichen. Somit blieb noch ein wenig Zeit um das ein oder andere Kantholz im vorderen Cafe Bereich auszutauschen und mit neuen Brettern zu versehen und einen weiteren Stützpfeiler zu setzen, bevor wir gegen 17:30 Uhr völlig erschöpft die Baustelle verließen.

Im Hotel angekommen und einer kurzen Erfrischung im Hotelpool machten wir uns gegen 20:00 Uhr zusammen mit Hr. Chantol auf ,um uns nach alter Deutscher Art im „Haus Bremen“ mit Cordon Bleu, Jägerschnitzel und Bratkartoffeln die Bäuche vollzuschlagen. Völlig erschöpft vom ersten und sehr harten Arbeitstag fanden wir uns um ca. 0:30 Uhr in unseren Betten wieder.

Es grüßt Thomas Bell

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