33 – Waffeln backen…..

Kambodscha Tag 3.

06.15 Uhr. Der Wecker reißt uns aus den schönsten Träumen. Ist ja auch recht früh,… aber ein paar Runden im Pool und ein gutes Frühstück.., und der Tag wird der unsrige. Pünktlich um acht treffen wir uns alle am Auto. TOP 1 für Heute: Zutaten kaufen für Marlene´s „Grand-Mother“-Waffelrezept. Schließlich wollen wir Thomas Bells Übergepäck von 8 Kg in Form eines alten, schmiedeeisernen Waffeleisens auch zum Einsatz bringen. Dann geht’s weiter zum Kambodschanischen „OBI“, wo es nun auch wirklich alles gibt. Unsere Sanitärexperten Melanie und Thomas S. decken sich mit Kunststoffrohen, Fittings, Abzweigern, Bögen, Schellen, Kleber und allem ein, um die bestehende Sanitäranlage im Cafe-Colonia etwas zu optimieren. Auch das seit drei 3 Tagen diskutierte Notstromaggregat wird gekauft. Diese, doch etwas größere Investition scheint uns allen als unumgänglich um eine ständige Bevorratung von frischem Brunnenwasser im Cafe sicher zu stellen. Nun aber auf Richtung Großbaustelle Preskomot. Auf dem Weg dorthin noch einen kurzen Abstecher nach Travkit, um nachzuschauen ob die Brunnenbauer schon mit der Bodenplatte des dortigen Tiefbrunnens begonnen haben. … Fehlanzeige…, na dann vielleicht morgen. Weiter nach Prekomot, … da haben wir ja einiges vor heute.Cafe Colonia ist schon offen. Schön zu sehen, dass die ersten freiwilligen, einheimischenHelfer schon vor Ort sind. Wir legen sofort los, unser Sanitärteam im Innenbereich, die anderen außen, um die Terrasse am Eingang fertig zu stellen.

Alle packen kräftig zu, und es ist besonders erfreulich, das die anfängliche Skepsis der Ortsbewohner, über eine gewisse Akzeptanz, bereits am 3. Tag zu einer…, ja fast Selbstverständlichkeit geworden ist, mitzumachen, zumindest die jüngeren. Und nur so geht´s.

Nachhaltigkeit bei einem solchen Projekt, wie dem Cafe Colonia, ist nur gewährleistet,wenn diese Menschen so mit eingebunden werden, dass sie das begonnene bzw. vorhandene einfach zu „IHREM“ Brunnen, zu „IHREM“ Cafe-Colonia machen. -Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler –

Melanie und Thomas beim verlegen von Wasserleitungen aus dem vorhandenen 1000 Liter Tank

Von Stunde zu Stunde kommen mehr junge Leute, mehr kleine Kinder, ..alle Wollen anpacken,… und wir lassen sie. Mittags dann kommt endlich die Stunde des Waffeleisens. Eigentlich wollte Marlene ja nur ein „Probe-Backen“ machen, aber die erste Menge Teig war schnell aufgebraucht. Beim dritten Durchgang war die Backstelle in Zweierreihen von Einheimischen umstellt.

Marlene mit Begeisterung am Waffeln backen

Wunderbar, in so viele freundlich lächelnde Gesichter zu sehen. Das neue Diesel-Aggregat machte Probleme, es schaffte es nicht, die in 35 m Tiefe befindliche Pumpe mit ausreichend Spannung zu versorgen. Ein Dorfbewohner erklärte sich bereit die beiden Riemenscheiben auszutauschen, um eine höhere Drehzahl des Stromerzeugers zu erreichen. Auf Anregung von Herrn Chanthol beschlossen wir nun zusätzlich einen Außentank in Form von vier auf einander geschichteten Betonringen zu installieren. Bleibt die Überlegung, die Zisterne so hoch zu setzen, das auch bei höchstem Wasserpegel des Flusses straßenseitig noch Trinkwasser gezapft werden kann. Hoffen wir , das wir dieses Unterfangen am Mittwoch realisieren können.Ein guter Plan ist die halbe Arbeit…! Auf dem Rückweg machen wir auf Wunsch von Thomas Bell noch einmal Haltin Travkit. Die Größe der Bodenplatte der Zapfstelle ist teilweise „angezeichnet“. Mit 2 Hacken bewaffnet machen wir uns an die Arbeit und unterstützen die Einheimischen beim ausheben des „Streifenfundamentes.

Auch hier haben wir ein gutes Gefühl, die Menschen sind herzlich und freuen sich sichtbar auf „IHREN“ Brunnen. Diese Ansiedlung gefällt uns sehr gut. Die Behausungen sind auch einfach aber Ordentlich und „aufgeräumt“.
Völlig k.o., aber mit einem gewissen „Glücksgefühl“ fahren wir zurück Richtung Siem-Reap, freuen uns auf eine Dusche und ein gutes Bett. – Wir sind schon ein tolles Team –
Es grüßt Karl – Heinz Jenniges

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