37 – Zwischenbericht

Die vergangenen sieben Tage waren wieder ueberaus ereignisreich. Wie schon bereits in dem letzten Beitrag angekuendigt, wurde der Englischunterricht fortgesetzt. Immer mehr Kinder finden sich zumUnterricht im Café Colonia ein. Hin und wieder werden sogar vereinzelte Kids persoenlich von ihren Eltern in das Café gebracht. Bei dieser Gelegenheit lerne ich auch sie persoenlich kennen und zeige ihnen, was ich mit den Kindern  im Unterricht mache. Nicht selten lauschen auch die Eltern dem Unterricht. Bei der muendlichen Mitarbeit hapert es jedoch noch. Da sind die Kinder bedeutend engagierter.

 

Das Café Colonia eignet sich perfekt als Klassenzimmer. Nichtnur die Ausstattung (Stuehle, Tische, Tafel, Kueche, etc.) ermoeglichen einen  optimalen Unterricht, auch der Standort in der Dorfmitte kann besser nicht sein. So hat es sich mittlerweile im ganzen Dorf herumgesprochen, dass der Mr. Teacher J taeglich 5-6 Stunden Unterricht gibt. Derweil kennt man sich recht gut. So werde ich morgens bei meiner Fahrt durch das Dorf von den Bewohnern freundlich empfangen und am Nachmittag mit einem lieben “Goodbye Teacher”verabschiedet.

 

Die Anreise mit dem Mofa ist stets ein wahres Abenteuer. Es gibt vieles unglaubliches zu sehen. Jedenfalls mag es auf uns Europaeer teilweise befremdlich und waghalsig wirken,was auf Kambodschas Stassen passiert. Hier im Bild ist einer der zahlreichen voellig ueberladenen  Reis-LKWs zu sehen.

 

 

Trinkwasser fuer den Unterricht

auf meinem Gefaehrt. Jaja, safety first!!! 😉
Unser obligatorisches
Melonenessen in der Pause. Die sind der Renner bei den Kids.
Morgens, bevor es auf die National Road 6 in Richtung Dom Dek geht, lege ich stets einen Stop bei meiner Obsthaendlerin des Vertrauens ein. Dort kaufe ich das Obst fuer die Kinder. Meist 3 Melonen, ein paar Aepfel und Bananen.

 

 

Nach der Pause geht es dann fuer weitere 1-2 Stunden an die Arbeit. An zwei Tagen stand das Basteln von Uhren auf dem  Programm. Viele der Kinder haben dabei gelernt, wie man auf englisch die Uhrzeit angiebt.
Auch in Sachen Brunnenbau koennen wir erfreuliches berichten. Ein weiterer Tiefbrunnen in Preksromot wurde fertiggestellt. Diese Art Pumpvorrichtung war auch mir noch nicht bekannt. Sie funktioniert aber einwandfrei und ist leicht zu bedienen.

Der Sockel wird in den naechsten Tagen einbetoniert. Noch ist die hier zu sehende Reifenkonstruktion provisorisch. Die Hauptsache aber ist, dass die Menschen eine weitere Moeglichkeit haben, sauberes Wasser zu foerdern.

Der Brunnen am Café ist seit heute auch wieder in Betrieb. Nachdem wir einen Generator fuer die Elektropumpe bestellt haben und dieser nun geliefert wurde, konnte Mr. Mo (hier mit seinem Sohn im Bild und der Generator im Hintergrund) die Installation durchfuehren. Das gesamte Wasserversorgungssystem inkl. Wasserturm laeuft perfekt. Das Team um Michael Scherz,welches diese Konstruktion entworfen und installiert hat, hat wirklich tolle Arbeit geleistet.

 

 

Nun heisst es “Wasser marsch!”

Nun verbleiben nur noch zwei Tage, bis auch ich meine Reise fortsetzen werde. Zwei grandiose Monate mit wundervollen Köln hilft Kambodscha e.V. Helferinnen und Helfern sind dann vorrueber.
Ich werde euch aber abschliessend von den letzten beiden Tagen im Dorf Preksromot berichten.
Herzliche Gruesse aus Kambodscha,
Euer Volontaer Christoph Reipen

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