47 – One Day Off

Samstag, der 30.3.2013
(von Bedia Ortac)

Tempeltänzerinnen + Horst

Nach 5 Tagen harter „Baustellen-Schufterei“ haben wir heute unseren ersten und letzten freien Tag.
Bereits um 6:00 Uhr in der Früh sitzen wir am Frühstückstisch. Eine halbe Stunde später ist Abfahrt zu den berühmten Tempelanlagen von Angkor wat.

Unser Plan war es, morgens erst einen Teil der Tempelanlage mit unserer Reisegruppe zu besichtigen und im Nachmittag die Kinder von Kann abzuholen um den  bekanntesten Tempel „Angkor Wat“ zu sehen. Die Kinder würden die Mittagssonne wahrscheinlich nicht gut vertragen und wären zu erschöpft; ganz unter uns: wir wahrscheinlich auch…

Deshalb haben wir uns von 7 bis 11 Uhr erst den berühmten „Lara-Croft Tempel“  und den Bayon Tempel angeguckt; manche von uns sind sogar bis ganz nach oben gekraxelt.

Unsere Köln-hilft-Kambodscha-Vorstandsmitglieder haben um die Mittagszeit noch eine längere Fahrt vor sich. Während wir anderen einen ruhigen, kühlen Mittag im Hotel/ am Pool verbringen, sind sie nach Preksrmot, Travkhit und Svey Chey gefahren, um die dort installierten Brunnen auf ihre Funktionstüchtigkeit zu überprüfen.

Um 14:30 Uhr geht es erneut zu den Tempelanlagen. Unser Fahrer setzt uns dort ab und holt mit seiner nächsten Tour die Kinder ab. 18 Mini‘s in einem Van… süß der Anblick…
Die Kinder scheinen sich sichtlich zu freuen als sie Händchenhaltend bei uns ankommen. Sie haben sich sogar richtig hübsch gemacht; mich persönlich hat das sehr gerührt, gewaschen und gekämmt, die Kids haben sich richtig vorbereitet für diesen Ausflug. Schön ist auch zu sehen, wie sich die Kinder untereinander kümmern. Die größeren achten auf die kleineren, bei den blinden Kindern sind immer zwei andere an deren Seite… faszinierend wie verständnis- und rücksichtsvoll schon die kleinsten sind.

„Kann“ macht sich nach kurzer Zeit schon Sorgen und schlägt vor, nicht so weit zu gehen, damit die Kinder nicht krank werden. Wir sind dann letztendlich bis zur Tempelmitte gegangen. Viele Touristen wollten dort Fotos von den Kindern machen, aber Kann hat das verboten… ich glaube er möchte nicht, dass seine Kinder als Touristenattraktion gesehen werden.

Auf dem Weg zu unserem Auto tauen die Kinder gänzlich auf und halten uns an unseren Händen. Immer zwei bei jedem von uns. Erschöpft aber  glücklich endet unser Ausflug.Der vollgepackte Van fährt die Kinder wieder nach Hause und einige von uns folgen im Tuk tuk ins Hotel…

Mein Fazit für heute: Angkor wat ist immer wieder eine faszinierende Erfahrung.  Dazu noch glückliche Kindergesichter zu sehen fühlt sich richtig gut an.
So und morgen heißt es wieder:  „quäl dich du Sau, umarme den Schmerz…“ Endspurt auf unserer Baustelle.

Bedia Ortac

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